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„Übernimmt die Krankenkasse Reittherapie?“ – diese Frage hören wir fast täglich. Und ja: Die Antwort ist oft nicht so einfach, wie viele hoffen. Aber (und das ist die gute Nachricht): Du brauchst keine klassische Kassenabrechnung, um Reittherapie professionell und wirtschaftlich tragfähig anzubieten.

In der Praxis arbeiten viele erfolgreiche Reittherapeut:innen mit mehreren Finanzierungswegen parallel – zum Beispiel mit Selbstzahler-Paketen, PKV-Einzelfällen, Kooperationen mit Trägern, sowie Fällen über Jugendamt (SGB VIII) oder Eingliederungshilfe/Teilhabe. Genau diese realistischen Wege – und vor allem die passende Positionierung – sind Teil dessen, was wir in unserer Ausbildung praxisnah vermitteln.

Was kostet Reittherapie – und wovon hängt der Preis ab?

Die Kosten für Reittherapie können je nach Region und Setting stark variieren. Entscheidend sind vor allem:

  • Setting: Einzelstunde oder Gruppe
  • Dauer: 30/45/60 Minuten und ob Vor-/Nachbereitung enthalten ist
  • Aufwand: Pferdehaltung, Infrastruktur, Sicherheitskonzept, Material
  • Qualifikation & Konzept: klare Zielplanung, Dokumentation, Evaluation
  • Zielgruppe: Kinder/Jugendliche, Erwachsene, besondere Bedarfe

Ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Praxis: Statt nur „eine Stunde“ zu verkaufen, arbeiten viele Anbieter:innen mit Paketen (z. B. 5 oder 10 Einheiten) oder klaren Programmen. Das macht Angebote transparenter, planbarer und professioneller – für Klient:innen genauso wie für Kooperationspartner und Kostenträger.

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In unserer Ausbildung lernst du nicht nur Methodik & Praxis, sondern auch, wie du dein Angebot klar strukturierst, kalkulierst und überzeugend kommunizierst – damit du wirklich starten kannst.

Das Wichtigste vorab: Angebot & Abrechnung hängen vom Grundberuf ab

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Welche Bezeichnung du nutzt, welche Zielgruppen du bedienen kannst und wie du abrechnest, hängt stark davon ab, welchen Grundberuf du mitbringst – z. B. Pädagogik (Erzieher:in, Soziale Arbeit), Therapie/Heilberufe, Pflege/Betreuung oder Quereinstieg.

Und dazu gehört auch diese klare Einordnung:

Wenn du approbierte:r Psychotherapeut:in bist und einen Kassensitz (Vertragsarztsitz) hast, kannst du psychotherapeutische Leistungen als Kassenleistung abrechnen – und je nach Setting können tiergestützte Elemente methodisch in deine Arbeit eingebunden werden. Das ist jedoch ein eigener, sehr spezifischer Berufs- und Zulassungsweg.

Für alle anderen gilt: Der Aufbau gelingt in der Praxis meist über Jugendamt/Teilhabe, PKV, Kooperationen, Selbstzahler-Pakete und Mischfinanzierungen – und genau dafür gibt es etablierte Modelle, die wir in der Ausbildung mit dir konkret durchgehen.

Beispiele aus der Praxis:

  • Pädagogische Grundberufe (z. B. Erzieher:in, Sozialpädagogik):
    Häufig sehr passend für Angebote im SGB VIII (Jugendhilfe), Gruppenangebote, sozialpädagogische Einzelsettings, Kooperationen mit Trägern – und für teilhabeorientierte Arbeit, je nach Fall und Rahmen.
  • Therapeutische/Heilberufe (z. B. Ergo/Physio/Logo):
    Hier sind – je nach Zulassung/Setting – auch Kooperationen an Heilmittelkontexte anschlussfähiger („tiergestützte Methode im Setting“). Wichtig bleibt: Die Abrechnung folgt den Regeln des Heilmittels, nicht automatisch „Reittherapie“.
  • Quereinstieg:
    Auch hier ist Einstieg oft möglich – dann aber besonders über Kooperationen, Selbstzahler/Pakete, ggf. Kursmodelle und eine Positionierung, die zum Hintergrund passt.

Genau deshalb ist es so wertvoll, die Finanzierung nicht als „Kasse ja/nein“ zu denken, sondern als:
Welche Angebotsform passt zu meinem Grundberuf, meiner Region und meiner Zielgruppe?
In unserer Ausbildung besprechen wir das konkret, damit du am Ende nicht nur ein Zertifikat hast – sondern einen realistischen Startplan.

👉 Du willst wissen, welcher Weg zu deinem Grundberuf passt? In unserer Reittherapie-Ausbildung helfen wir dir bei der Positionierung und beim Aufbau eines tragfähigen Angebotsmodells.

Ist Reittherapie eine Kassenleistung?

Reittherapie ist meist keine klassische Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Viele Interessent:innen schließen daraus: „Dann lohnt sich die Ausbildung nicht.“
Das Gegenteil ist der Fall.

Denn: In der Praxis sind andere Finanzierungswege oft sogar passender – vor allem, wenn du mit Kindern, Jugendlichen oder teilhabeorientiert arbeitest. Zudem existieren Kooperationsmodelle und Mischfinanzierungen, die sehr gut funktionieren.

Die wichtigste Frage lautet daher nicht „Kasse ja/nein“, sondern:
Wie positioniere ich mein Angebot so, dass es zu realistischen Kostenträgern und Zielgruppen passt?
Genau hier setzen wir in der Reittherapie-Ausbildung an.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse (GKV) die Kosten für Reittherapie?

Eine direkte Abrechnung über die GKV ist eher selten. Trotzdem ist die GKV-Frage in der Praxis nicht „Ende der Geschichte“, sondern eher ein Hinweis darauf, dass du dein Angebot klug einordnen und passend aufbauen solltest.

Was in der Praxis häufig funktioniert:

1) Selbstzahler-Modelle (mit professioneller Struktur)

Viele Klient:innen investieren in Reittherapie bewusst selbst – wenn Ziele, Ablauf und Nutzen klar sind. Pakete, Programme und verständliche Zielplanung machen hier den Unterschied.

2) Kooperation statt „Kassenleistung“: „Co-Therapie“ im Rahmen verordneter Heilmittel

Wenn z. B. Ergotherapie/Physio/Logopädie ärztlich verordnet ist, kann ein Heilmittelerbringer tiergestützte Elemente methodisch integrieren. Wichtig: Abgerechnet wird in der Regel nur die Standard-Heilmittel-Leistung, nicht „Reittherapie“ als Zuschlag.

Für viele angehende Reittherapeut:innen ist das ein guter Einstieg über Kooperationen – insbesondere, wenn sie selbst nicht aus einem Heilmittelberuf kommen.

👉 Das Entscheidende ist die richtige Positionierung.
In unserer Ausbildung lernst du, wie du dein Angebot so formulierst, dass es zu den realistischen Finanzierungswegen passt – und sich auch ohne „klassische Kassenleistung“ erfolgreich etabliert.

Übernimmt die private Krankenversicherung (PKV) Reittherapie?

Bei privaten Kassen ist mehr möglich – tarifabhängig und im Einzelfall. In der Praxis klappt eine Erstattung oft dann besser, wenn Unterlagen strukturiert vorliegen:

  • ärztliche Empfehlung/Attest
  • Ziel- und Maßnahmenplan (Ziele, Frequenz, Dauer)
  • Kostenvoranschlag
  • Dokumentation (Verlauf, Evaluation)

Für dich als Anbieter:in bedeutet das: Wenn du sauber mit Anamnese, Zielplanung und Dokumentation arbeitest, kannst du PKV-Fälle professionell begleiten – ohne dich in Bürokratie zu verlieren.

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Wir zeigen dir in der Reittherapie-Ausbildung, wie du Anamnese, Zielplanung und Dokumentation so aufbaust, dass sie in der Praxis wirklich funktionieren.

Jugendamt (SGB VIII): Für viele Anbieter:innen der praktischste Weg

Gerade wenn du mit Kindern und Jugendlichen arbeitest, ist das Jugendamt oft ein sehr realistischer und etablierter Kostenträger – abhängig von Fallkonstellation und Zielsetzung.

Typische Rahmen:

  • Hilfen zur Erziehung (z. B. sozialpädagogische Unterstützung im Einzelfall oder Gruppenangebote)
  • Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder/Jugendliche (§ 35a) (Einzelfallprüfung)

Was Jugendamt-geeignete Angebote auszeichnet:

  • nachvollziehbare Ziele (z. B. Emotionsregulation, Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenzen)
  • passende Stellungnahmen/Nachweise (z. B. Schule, behandelnde Praxis, Träger; je nach Fall)
  • klares Setting: Einzel/Gruppe, Umfang, Dauer, Evaluation

Wie läuft die Abrechnung typischerweise ab?

Nach Bewilligung gibt es meist eine Kostenzusage/Bewilligungsbescheid mit Umfang (z. B. Einheiten/Fachleistungsstunden), Zeitraum und Vergütung. Abgerechnet wird häufig monatlich per Rechnung gegen Leistungsnachweis.
Je nach Region läuft das:

  • direkt (wenn entsprechende Anerkennung/Vereinbarungen bestehen) oder
  • über einen freien Träger, der abrechnet und dich als Fachkraft einbindet (für viele der einfachste Einstieg)

👉 Gerade für pädagogische Grundberufe ist das ein starker Weg.
In unserer Reittherapie-Ausbildung lernst du, wie du Reittherapie-Angebote hilfeplanfähig beschreibst und professionell umsetzt.

Eingliederungshilfe/Teilhabe: Wenn Teilhabeziele im Vordergrund stehen

Ein weiterer tragfähiger Bereich ist die Eingliederungshilfe/Teilhabe (je nach Zuständigkeit über Leistungsträger, oft im Kontext SGB IX/SGB XII). Hier ist entscheidend, dass du deine Arbeit teilhabeorientiert formulierst.

Beispiele für Teilhabeziele:

  • Kommunikation und Interaktion
  • Selbstständigkeit und Alltagskompetenzen
  • soziale Teilhabe, Gruppenfähigkeit, Selbstregulation
  • Motorik/Koordination als Teilhabe-Fähigkeit (je nach Kontext)

Wie läuft die Abrechnung typischerweise ab?

Nach Bedarfsermittlung/Teilhabeplanung und Bewilligung erfolgt die Abrechnung häufig über Einheiten oder Fachleistungsstunden, meist monatlich mit Leistungsnachweis. Ob direkt oder über einen Träger, hängt von regionalen Regelungen ab – in der Praxis sind Kooperationen oft ein sehr guter Start.

👉 Teilhabeorientierte Arbeit ist ein zentrales Feld.
Wir zeigen dir in der Ausbildung zum Reittherapeuten, wie du Ziele, Maßnahmen und Evaluation so formulierst, dass sie in Teilhabe-Settings anschlussfähig sind.

Präventionskurse (§ 20 SGB V): Zusätzliche Säule statt „Therapieersatz“

Präventionskurse sind keine „Therapie bei Krankheitswert“, können aber für Reittherapeut:innen ein sehr sinnvolles zweites Standbein sein – zum Beispiel als pferdegestütztes Stress- und Ressourcenmanagement (abhängig von Qualifikation und Kurskonzept).

Viele Absolvent:innen nutzen Kursformate als Ergänzung, weil sie:

  • planbar sind (Termine/Teilnehmerzahl)
  • wirtschaftlich stabilisieren können
  • neue Zielgruppen ansprechen (Prävention statt Behandlung)

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In der Ausbildung zum Reittherapeuten zeigen wir dir, wie du neben Einzelsettings auch Gruppen- und Kursmodelle sinnvoll aufbaust – passend zu deinem Profil.

Die 5 Angebotsmodelle, die sich für Absolvent:innen besonders bewährt haben

  1. Selbstzahler-Pakete (Einzel, klarer Zielrahmen)
  2. Gruppenangebote (z. B. soziale Kompetenzen, Ressourcenarbeit, Stress)
  3. Kooperationen mit freien Trägern (Jugendhilfe-Kontext)
  4. Teilhabe-orientierte Maßnahmen (Eingliederungshilfe-Kontext)
  5. PKV-Einzelfälle (tarifabhängig, mit guter Dokumentation)

Das Entscheidende ist selten „ein einziger Weg“, sondern eine kluge Kombination – je nach Region, Zielgruppe und Grundberuf.

Häufige Sorge: „Ich brauche eine Kassenzulassung, sonst kann ich nicht starten.“

Das hören wir oft – und es stimmt so nicht.

Was du wirklich brauchst, um erfolgreich zu starten:

  • eine klare Zielgruppe und ein klares Setting
  • Sicherheit in Methodik, Kommunikation und Umgang mit Krankheitsbildern
  • Struktur: Anamnese, Zielplanung, Dokumentation, Verlauf
  • passende Angebotsmodelle und ggf. Kooperationen
  • ein professionelles Auftreten (Sicherheit, Ethik, Grenzen, Ablauf)

Genau dafür ist die Ausbildung da: Du sollst nach Abschluss nicht nur „Wissen haben“, sondern ins Tun kommen – mit einem Modell, das zu dir passt.

Ausbildung: Was dich bei uns zusätzlich stärkt (und warum du keine eigenen Patient:innen brauchst)

Viele Interessent:innen fragen: „Muss ich eigene Patient:innen mitbringen?“ – nein.
Während deiner Praxiszeit bei uns hast du Kontakt zu Patient:innen (Kinder und Erwachsene), außerdem üben wir relevante Situationen über Rollenspiele und strukturierte Abläufe. So entwickelst du Sicherheit, bevor du dein eigenes Angebot aufbaust.

Auch typische Fragen wie:

  • „Ich bin Erzieher:in – reicht das?“ (ja, sehr oft!)
  • „Bin ich Quereinsteiger:in – geht das?“ (häufig ja, nach kurzem Abgleich)
  • „Wie ist es mit Versicherung?“ (wir unterstützen bei der passenden Absicherung)

… sind Teil der Praxis- und Start-Orientierung, die viele bei Ausbildungsanbietern vermissen – und die bei uns bewusst Raum bekommt.

Fazit: Kassenleistung ist nicht der Standard – aber ein professioneller Start ist absolut realistisch

Reittherapie ist selten eine klassische GKV-Kassenleistung. Das bedeutet aber nicht, dass du als Reittherapeut:in keine Perspektive hast – im Gegenteil: Über Jugendamt, Teilhabe/Eingliederungshilfe, PKV, Kooperationen, Stiftungen und Mischmodelle entstehen in der Praxis sehr tragfähige Wege.

Wenn du Reittherapie wirklich professionell anbieten willst, ist entscheidend, dass du:

  • dein Angebot richtig einordnest,
  • klare Ziele und Strukturen nutzt,
  • und die passenden Finanzierungswege kennst.

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Birgit Appel-Wimschneider

Author Birgit Appel-Wimschneider

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