Tierische Co-Therapeuten auf der Orenda-Ranch

Es eignen sich sehr viele Tiere als “Therapeutische Begleiter” oder so genannte Co-Therapeuten in der tiergestützten Therapie. Auf der Orenda-Ranch werden Pferde, Lamas und Alpakas eingesetzt. Hier stellen wir unsere pferdischen Co-Therapeuten (Pferde) vor.

Pferde

Wenn sich ein Patient für die Tiergestützte Therapie mit Pferden entscheidet, stehen auf der Orenda-Ranch vier verschiedene Therapiepferde zur Verfügung, die erfolgreich beim Therapeutischen Reiten eingesetzt werden. Wir haben Pferde mit unterschiedlichen Größen und Charakteren, wodurch hier fast jeder seinen Liebling findet.

Gentleman Lentano

Ja, ich bin ein echter Gentleman und sehr beliebt. Ich stehe als Erster auf der Matte, wenn es um Arbeit geht! Wenn andere Pferde trainiert werden, dann schaue ich gerne zu! Mein weicher Gang wird von allen gelobt. Ich mache gerne Quatsch, wie z.B. andere Pferde ärgern und ihnen das Halfter ausziehen, Koppelzäune aufmachen oder Knoten lösen.
Mein Spieltrieb wird positiv genutzt, um verschiedene Kunststücke einzuüben. Mit einem Tuch winken oder Kompliment machen (= knien)  gehört zu meinem Repertoire. Ich bin einfach für jeden Spaß zu haben!
Lentano wurde bei uns geboren und von Fohlen an bei uns großgezogen.
Geschlecht: Wallach
Rasse: Araber-Hannoveraner-Mix
Geburtsjahr: 29.04.2003

Sam

Als ich auf die Orenda-Ranch kam, war ich sehr verwahrlost. Dank der guten Pflege und Ausbildung bin ich schnell ein zuverlässiger Partner in der Therapiegruppe und im Gelände geworden. Ich werde sogar als Führpferd in der Therapiegruppe eingesetzt! Man kann mit mir durch dick und dünn gehen!
Geschlecht: Wallach
Rasse: Rumänisches Warmblut
Geburtsjahr: 01.01.2004

Tindur vom Spatzenhof (isländ. der Gipfel)

Tindur ist unser Fels in der Brandung – stämmig gebaut und die Ruhe selbst. Durch seine butterweichen Gänge (Naturtölt) ist er bei allen sehr beliebt.
Geschlecht:  Wallach
Rasse:   Isländer
Geburtsjahr : 01.06.2006

Hrafn vom Spatzenhof – wir nennen ihn aber Raffi

Geschlecht:  Wallach
Rasse: Isländer
Geburtsjahr :

Glaesir vom Lindenhof (isländisch der Elegante)

Er war immer gut drauf, fleißig, verschmust und zuverlässig. Er hatte eine enge Pferde-Freundin, die bis am Ende bei ihm war. Glaesir ist an einer chronischen Borreliose, die zu einem Cushing-Syndrom führte, verstorben. Wir vermissen ihn sehr und möchten an dieser Stelle für ihn auch einen Platz auf unserer Seite widmen und somit Glaesir in Erinnerung behalten. Wir haben für Glaesir auch ein Abschiedsvideo erstellt.
Geschlecht: Wallach
Rasse: Isländer
Geburtsjahr: *05.06.1993 – † 19.05.2011

Wissenswertes über Therapiepferde

Eigenschaften eines Therapiepferdes
Bisher gibt es keine Standards, die für das Therapiepferd erforderlich sind. Jedoch zeigen unsere Erfahrungen, dass bei der Auswahl des Therapiepferdes der Charakter zunächst eine entscheidende Rolle spielt. Darauf aufbauend sollte das Pferd eine solide Grundausbildung erhalten, damit sich der Reittherapeut 100%ig auf das Pferd verlassen kann.
Natürlich muss der Therapeut sein Tier zusätzlich in- und auswendig kennen. Ein weitere Gesichtspunkt, auf den wir achten ist, dass die Therapiepferde gut ausbalanciert, weiche und taktreine Gänge haben.
Aufgrund dieser Vorgaben haben wir unsere Pferde für die Reittherapie selbst ausgebildet.
Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Pferde folgende Charaktereigenschaften  für die Reittherapie aufweisen sollten:
Die Therapiepferde sollten von sich aus

  • sehr kontaktfreudig,
  • neugierig,
  • verspielt,
  • am Menschen interessiert,
  • von Natur aus wenig schreckhaft,
  • ruhig und
  • offen.

Die Rasse hat dabei nur eine sekundäre Rolle gespielt. Daneben war uns wichtig, dass wir auch unterschiedliche Größen, männliche und weibliche Therapiepferde dabei haben, sodass wir verschiedene Personen mit ihren verschiedensten Ansprüchen und Bedürfnissen ansprechen können.
So kann sich beispielsweise ein Mensch mit einem niedrigen Seblstwertgefühl an den kleinen Pferden herantasten. Ein größeres Therapiepferd kann hingegen das Gefühl von Stärke und Geborgenheit durch den wiegenden Gang vermitteln. Je nach Hintergrund des Patienten (Missbrauch-Themen, Spiegelung des Mütterlichen etc.) kann auch das Geschlecht eine bedeutende Rolle spielen.
Ausbildungsziel des Pferdes ist es, ein ruhiges, souveränes Pferd, auf das Sie sich in jeder Situation verlassen können.