Mit dem Lama zum Wichtelkonvent

Birgit Appel-Wimschneider bietet Vollmond-Touren zu den Wichtelhöhlen an.

Lamatrekking bei Vollmond

Die Wichtelhöhlen sind wieder in aller Munde. Die bizarren Felsformationen mit dem drolligen Namen am südlichen Stadtrand von Bad Kissingen locken zahlreiche Gäste an. Das neuste Highlight in dem Waldstück am Heiligenhof sind Vollmond-Spaziergänge mit Lamas an der Leine.

Zum ersten Termin im Juni hatten sich rund 20 Neugierige angemeldet, so dass die nächtliche Wanderung am darauffolgenden Tag noch einmal wiederholt werden musste, sagt Birgit Appel-Wimschneider.

Die Wichtelhöhlen sind keine Innovation. Im Gegenteil: Die spektakulären Buntsandsteinblöcke unweit des Heiligenhofs sind wohl über 200 Millionen Jahre alt und entstanden seinerzeit durch die Auswaschungen der Saale. Bereits im 19. Jahrhundert wusste man den Spazierweg an den Wichtelhöhlen zu vermarkten. Die Route für Kurgäste tauchte damals sogar in den Reiseführern auf. Später geriet der Promenadenweg jedoch in Vergessenheit. Seit die Stadt beschloss, die attraktive Waldroute hoch oben über der Saale touristisch zu vermarkten und eine Informationsbroschüre herauszugeben, setzt nun sozusagen ein Run auf die Wichtelhöhlen ein.

Für Appel-Wimschneider ist der Spazierweg jedoch nicht ganz unbekannt. Seit Jahren schon veranstaltet die 50-Jährige zu Therapiezwecken Erlebnistouren mit Lamas, unter anderem auch im Auftrag der Fachklinik Heiligenfeld. Dabei nutzt sie mit ihren Gästen oft den benachbarten Weg der Besinnung.

Jetzt kam ihr die Idee, mit ihren Gästen mal bei Vollmond die andere Richtung zu den Höhlen einzuschlagen und an einer „Wichtelkonferenz“ teilzunehmen, sagt sie schmunzelnd. Denn in der Sage heißt es ja, dass dort schon ewig lange Wichtel ansässig sind. In hellen Vollmondnächten sollen sie noch heute auf den Felsplatten den „Konvent“ abhalten. Und wenn das Wichtelvolk applaudiert, ist im Wald immer ein Rauschen, Glucksen und Wimmern zu hören.

„Und es war wunderschön an dem Abend“, schwärmt Appel-Wimschneider vom ersten Mondschein-Spaziergang. Überall leuchteten Glühwürmchen und gaben der Wanderung eine besondere Note.

Zudem hatten Appel-Wimschneider und ihr Mann diverse Vorbereitungen getroffen. So waren in den Felsnischen Teelichter aufgestellt, die den Wichtelhöhlen im wahrsten Sinn des Wortes ein sagenhafte Flair verliehen.

Einmal waren es elf, das zweite Mal acht Leute, die sich mit der 50-Jährigen auf die Suche nach den kleinen Gnomen an den Wichtelhöhlen begaben. Vier Lamas waren mit von der Partie. „Die Tiere strahlen Ruhe und Gelassenheit aus“, sagt Appel-Wimschneider. „Es ist sehr heilsam mit ihnen zu laufen“, unterstreicht sie den therapeutischen Nutzen. Die Tiere „schreiten“ dahin, der Mensch daneben müsse sich der Gangart anpassen.

In diesem Monat sind zwei weitere Spaziergänge bei Vollmond geplant – und das nicht nur für die Gäste der Heiligenfeld-Kliniken.

Kontakt:
Birgit Appel-Wimschneider,
Tel. (01 71) 9 55 73 74,
E-Mail: kontakt@orenda-ranch.com

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